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Warum deine guten Vorsätze oft zum Scheitern verurteilt sind.

Aktualisiert: 17. Dez. 2021

Wie erreichst du deine persönlichen Ziele in 2022.


2021 neigt sich dem Ende zu. Während der vorweihnachtliche Stress zunimmt, vergessen wir uns Zeit zu nehmen, um das alte Jahr zu reflektieren und uns auf das neue einzustellen. Manchmal reicht es grade für ein paar gute Vorsätze, die spätestens Ende Januar über den Haufen geworfen werden.


Aber warum ist das so? Warum fällt es uns so schwer, unsere Vorsätze für das neue Jahr langfristig umzusetzen und positive Veränderungen in unser Leben zu integrieren? Dafür gibt es mehrere Gründe:



# 1 - Dein Unterbewusstsein hat mehr Kraft über deine Entscheidungen und dein Verhalten als du denkst.


Wie oft bist du schon hoch motiviert gestartet… und hast genau so unmotiviert wieder aufgehört?

Zwischenzeitlich hat es auch gut funktioniert, aber dann ging deine Motivation flöten und irgendwann war alles wieder so wie vorher.

Deine Ziele entstehen in deinem Verstand. Und der macht nur 5-10 % deines Bewusstseins aus. Das bedeutet, dass du nur bis zu 10% deiner Handlungen und Entscheidungen bewusst steuern kannst.

Die restlichen >90 % wirst du von deinen unbewussten Gedanken, Gefühlen, negativen Glaubenssätzen, Gewohnheiten, Interpretationen usw. beeinflusst.


In deinem Unterbewusstsein sind alle deine Erfahrungen gespeichert, positive wie negative. Hier findest du die Ursachen für deine Lebenseinstellung und deine Werte. Deine Ängste. Deine Stimmungen. Deine Beziehungsmuster. Innerlich entscheidest dein Körper somit sehr schnell mit „will ich“ oder „will ich nicht“.

Auch deine unbewussten Bedürfnisse haben einen wichtigen Einfluss auf deine Ziele. Man spricht hier auch von einem Bedürfniskonflikt: dein Kopf will etwas, aber unbewusst ist da ein Bedürfnis, was mit deinem Kopfziel im Widerstand ist.


Und so kann es sein, dass du es nicht schaffst, 5 kg abzunehmen, dich für den Marathon zu motivieren oder die Weiterbildung abzuschließen.



# 2 - Warum deine Motivation schnell nachlässt


Während extrinsische Motivation von äußeren Faktoren beeinflusst ist, wie zum Beispiel mehr Geld oder mehr Anerkennung, so entsteht intrinsische Motivation in deinem Inneren. Hier tust du etwas aus innerer Motivation heraus, weil es dir wichtig ist, weil du dir ein wichtiges Bedürfnis erfüllst und einfach Spaß an der Sache hast. Weil es einen tieferen Sinn erfüllt.

Befördert zu werden ist extrinsisch motivierend: mehr Geld, mehr Status, mehr Verantwortung, mehr Anerkennung. Dein Ego fühlt sich großartig. Du nimmst das Angebot an und bist stolz auf dich.

Nach einiger Zeit bemerkst du aber, dass dir dieser Posten gar nicht so viel Freude macht. Vielleicht fühlst du dich überfordert oder dir fehlt etwas.

Extrinsische Motivation lässt schnell nach und verdrängt die von innen kommende Motivation.


In einem Experiment hat man Kinder in 2 Gruppen aufgeteilt. Sie sollten malen. Während die erste Gruppe ohne Belohnung malte, sagte man der zweiten Gruppe, dass sie am Ende Süßigkeiten bekommen. Eine Woche später wurde das wiederholt. Während Gruppe 1 weiterhin motiviert malte, war Gruppe 2 etwas weniger motiviert. In der dritten Woche sagte man den Kindern aus Gruppe 2, dass sie heute keine Süßigkeiten mehr bekommen würden. Daraufhin wollte keines der Kinder mehr malen. In Gruppe 1 wurde auch am dritten Termin mit derselben Motivation gemalt wie beim ersten Mal.



# 3 - Wenn du deinen Vorsatz wirklich umsetzen willst, musst du spezifischer werden. Sonst ist es nur ein „wäre-schön-wenn-Wunsch“.


Oft höre ich gute Vorsätze wie mehr Sport machen, mehr Zeit mit meinen Kindern verbringen, weniger Süßigkeiten essen oder weniger rauchen.


Das ist kein konkreter Vorsatz. Wenn du mehr Sport machen willst und dann einmal joggen gehst, bist du erstmal sehr stolz auf dich. Beim nächsten Mal ist es dir dann aber vielleicht zu ungemütlich draußen oder du findest eine andere Ausrede, und schon war's das mit dem „mehr Sport machen“.


Stattdessen könntest du sich fragen: Was bedeutet mehr für mich? Wieviel mal pro Woche? Wie lange? Zu welcher Uhrzeit? Ja, hier geht es um Verbindlichkeit. Verbindlichkeit dir selbst gegenüber, und dem, was du erreichen willst.


Wichtig ist auch zu überprüfen, ob dein Vorhaben im Moment realistisch ist. Zu hoch gesteckte Ziele oder Vorsätze können nämlich sehr schnell demotivieren, weil sie zu weit weg sind und Erfolge nicht so schnell sichtbar sind.


Wenn du nächstes Jahr beim Iron Man mitmachen willst, dir aber nach 10 Minuten joggen die Puste ausgeht, funktioniert das nicht. Dann nehme dir erstmal einen Halb-Marathon oder Marathon vor.

Beim Marathon hast du eine feste Deadline. Wenn du dich ab Januar vegan ernähren willst, brauchst du etwas anderes, um die Motivation zu halten. Du könntest zum Beispiel mit einem Tag pro Woche anfangen und einen Termin festlegen, ab wann du dich 100 % vegan ernähren willst.


Ganz wichtig: überfordere dich nicht. Die Motivation ist anfangs oft riesig und flacht schnell ab, wenn du zu schnell zu viel ändern willst. Teile dein Vorhaben in kleine Etappenziele. Das lässt den Berg etwas schrumpfen und du gehst einen Schritt nach dem anderen voran. Und freue dich, wenn du ein Etappenziel erreicht hast!



# 4 - Bereite dich auf Rückschläge vor


Oft vergessen wir, uns mit den Folgen unseres Ziels auseinanderzusetzen. Wir ignorieren was das für unseren Alltag oder unsere Zukunft bedeutet. Welches die Konsequenzen sein könnten. Wir vergessen, dass es Hindernisse geben wird. Und meist geben wir dann beim ersten kleinen Problem auf.


Manche Hindernisse lassen sich schon im Vorfeld erkennen. Wenn du dich gut vorbereitest, kannst du jetzt schon aktiv nach Lösungen und Unterstützung suchen.


Du hast keine Kontrolle über die Reaktionen anderer. Du kannst aber sehr wohl entscheiden, wie du damit umgehen willst. Die meisten bekannten Musiker und Autoren mussten einige Klinken putzen, bevor ihnen jemand einen Plattenvertrag gab oder ihr Buch verlegte. Hätten sie beim ersten Nein aufgegeben, wären sie niemals erfolgreich geworden.

Rückschläge wirst du erleben. Und du entscheidest, ob du bei der ersten Schwierigkeit aufgibst oder weitermachst.




Ich hab mir jahrelang keine Ziele gesetzt aus Angst zu versagen.

Wenn du keine Ziele hast, kannst du auch nicht scheitern. Das ist toll. Alles bleibt so wie es ist. Bis das Leben dich aus deiner Komfortzone kickt.

Ich wusste nicht was ich vom Leben will. Ich hab mich beruflich durchgeschlagen, ohne mir die Frage zu stellen, was ich wirklich will. Weil ich darauf keine Antwort wusste. Stattdessen bin ich gereist, oft umgezogen, und hab das Leben außerhalb der Arbeit versucht zu genießen. Bis ich nach einer Trennung vor 10 Jahren plötzlich nicht wusste wohin mit mir. Ich hatte keine Ziele. Mein Partner war mein Lebensmittelpunkt, der meinem Leben einen Sinn gab. Und das war plötzlich von jetzt auf gleich vorbei.


Aus meiner Verzweiflung und Wut heraus, habe ich begonnen nach innen zu schauen. Mir meine Vergangenheit anzuschauen. Meine Muster. Ich habe angefangen, mich mit meinen Werten, Bedürfnissen und Wünschen auseinanderzusetzen. Und ja, auch mit meinen Hindernissen.

Meine eigenen Werte und Bedürfnisse zu erkennen hat viel in mir bewegt. Jetzt war ich in der Lage zu unterscheiden zwischen dem, was mir wichtig ist, und dem, was ich dachte dass es mir wichtig ist, aber eigentlich gar nicht war. Dinge, die ich nie reflektiert hatte und einfach dachte: „das macht man halt so.“

So entstand mein Lebenskompass, der mir die täglich die Richtung weist. Eine Vision, der ich folgen kann, und auf deren Basis ich Entscheidungen treffe. Der aber auch wie jede Software ab und zu ein neues Update braucht, denn Werte und Bedürfnisse ändern sich mit Alter, Situationen und Lebenserfahrungen.





Wie erreichst du denn nun dein Ziel?



1. Finde deine persönlichen Werte & Bedürfnisse


Lerne dich kennen. Setze dich mit deinen Erfahrungen auseinander. Wenn du weißt, wer du bist und was du wirklich willst, entwickelt sich deine Lebensvision in der du dein Potential voll entfalten kannst. Es macht dich frei, unabhängig und stabilisiert dich im Inneren. Du wählst dann nicht mehr den einfachen Weg, aber den, der für dich Sinn macht. Der deinen Werten entspricht. Der dich an deine Ziele bringt und dich erfüllt.

Erstelle eine Liste mit deinen wichtigsten Werten und Bedürfnissen. Schau dir deine unterschiedlichen Lebensbereiche an und überlege dir, was dir in jedem Bereich wichtig ist.

Denke dran zu hinterfragen, ob es wirklich deine Werte sind. Oder ob du sie von deiner Familie, deinen Freunden oder der Gesellschaft übernommen hast. Und dann spüre in dich hinein, ob es da Werte gibt, die dir wichtiger geworden sind im Laufe deines Lebens.


Und dann machst du das gleiche mit deinen Bedürfnissen. Was brauchst du in diesen verschiedenen Lebensbereichen? Welches sind deine wichtigsten Bedürfnisse.


Welche Wünsche oder Ziele ergeben sich für dich daraus? Was möchtest du erreichen oder verändern? Was soll so bleiben wie es ist?


2. Sei ehrlich mit dir selbst: Wessen Ziel ist es?


Frage dich:


„Warum will ich dieses Ziel erreichen?“

Will ich gesünder sein oder schlanker? Oder tut mir die Bewegung einfach nur gut? Gibt es mir ein gutes Lebensgefühl? Spüre in dich hinein und schaue, was dein persönlicher Grund dafür ist. Was ist deine Motivation das jetzt zu tun?


„Wie wichtig ist mir dieser gute Vorsatz auf einer Skala von 1-10?“

Wenn 1 unwichtig ist und 10 wichtig, welche Zahl kommt ganz spontan. Spüre nach, in dir drin, nicht in deinem Kopf. Wenn es eine 8 ist oder höher, super. Go for it! Wenn sie zwischen 1 und 7 liegt, ist es die Wahrscheinlichkeit groß, dass du schnell aufgibst.


„Welche äußeren Erwartungen erfülle ich mit dem Ziel?“

Manchmal wollen wir etwas, weil wir glauben, dass es von uns erwartet wird. Einen besser bezahlten Job, ein neues Auto, ein Haus, ein Kind, heiraten, studieren,... Die Erwartung muss noch nicht mal ausgesprochen worden sein.


Manches sind nunmal nicht deine Ziele. Und deshalb fällt es dir auch so schwer, nachhaltig motiviert zu bleiben. Oder musst du dich motivieren, dein Lieblingsessen zu essen? Hinterfrage mal deine Ziele wo sie herkommen: vielleicht hast du das so vorgelebt bekommen. Vielleicht ist es gesellschaftlich wichtig, oder deinen Eltern, deinen Freunden oder deinen Vorbildern,...



3. Negative Glaubenssätze auflösen & Hindernisse überwinden


Innere Hindernisse können limitierende Glaubenssätze oder Überzeugungen sein, die bewusst und unbewusst deinen Alltag, deine Entscheidungen und dein Handeln prägen. Dazu gehören Gedanken wie:

  • „Ich schaff das eh nicht“

  • „Andere können das viel besser als ich“

  • „Ich bin nicht gut genug“

  • „Ich hab das nicht verdient“

  • „Ich bin zu faul dafür“

  • „Ich darf das nicht“, ...


Solche Sätze sind uns oft nicht bewusst, und dennoch haben sie einen enormen Einfluss darauf, ob wir uns etwas zutrauen oder gar nicht erst anfangen. Ob wir unseren sicheren Job für unseren Traumjob aufgeben oder eben nicht.

Um herauszufinden, ob und was dich innerlich blockieren könnte, stelle dir folgende Fragen in Bezug auf dein Ziel oder Wunsch:

  • „Was wird besser, wenn ich dieses Ziel erreicht habe?“

  • „Was ist die Konsequenz? Kann ich damit leben?“

  • „Was wird schlechter, wenn ich dieses Ziel erreiche?“

  • „Was könnte passieren? Was ist schlimm daran? Wovor habe ich Angst?“

  • „Was sagt das über mich?“

Jetzt müsstest du eine Liste mit Glaubenssätzen haben, die dich davon abhalten kann, neues zu wagen oder etwas zu verändern. Frage dich, ob diese Überzeugungen dir helfen, dein Ziel zu erreichen und ob du das weiterhin über dich glauben möchtest. Bei jedem Nein, überlege dir, was du stattdessen glauben willst und kannst. Schreibe das auf. Lasse es wirken. Jeden Tag. Mindestens drei Wochen lang.


Glaubenssätze ändern geht nicht von jetzt auf gleich. Aber ein erster wichtiger Schritt ist die Bewusstwerdung, dass da Gedanken sind, die dich klein halten. Und dessen Kraft nicht zu unterschätzen ist.



Ich wünsche Dir ganz viele wertvolle Erkenntnisse bei der Umsetzung und freue mich riesig über deine Fragen und Rückmeldungen!


Deine Caro



P.S. In meinen Coachings arbeite ich mit Methoden, die sowohl dein Bewusstsein wie auch dein Unterbewusstsein ansprechen und Glaubenssätze auf allen Ebenen lösen und umwandeln. Zudem unterstütze ich dich dabei, herauszufinden, wer du bist und was du wirklich willst, damit du ab jetzt

  • bewusst deiner Lebensvision folgst,

  • dein Potential entfaltest,

  • erfüllter lebst,

  • deine Kraft nutzt anstatt sie zu unterdrücken.


Mein Workshop „Folge deiner Vision“ startet Sonntag den 12.12.2021 um 10 Uhr. Aufgrund der momentanen Maßnahmen gibt es nur 5 Plätze.

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