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Negative Gefühle durch Meditation auflösen - ein Erfahrungsbericht

Aktualisiert: 8. Feb.

Wir alle kennen Situationen, die bei uns starke negative Gefühle auslösen wie Wut, Angst oder Traurigkeit. Auslöser sind meist äußere Umstände: ein Konflikt oder ein Missverständnis mit einem wichtigen Mitmenschen, verständnislose Kommentare oder wenn durch äußere Veränderungen deine wichtigsten Bedürfnisse bedroht werden.



Bist du Opfer oder Schöpfer?

Meistens finden wir einen Schuldigen. Wir erwarten, dass dieser die Sache wieder in Ordnung bringt oder sich entschuldigt. "Ich kann an der Situation ja nichts ändern" denkst du vielleicht.


Indem du aber jemandem die Schuld gibst, gibst du auch deine Verantwortung ab, das Problem für dich zu lösen. Vielleicht versuchst du dann, deine negativen Gefühle zu überspielen, zu verdrängen, dich abzulenken oder es dir schön zu reden.


Aber jedesmal, wenn du wieder mit diesem Menschen oder der Situation konfrontiert bist, steigen die negativen Gefühle wieder in dir auf. Mist, die Lösung war also nur temporär.


Indem du dir immer wieder dieselbe Geschichte erzählst, in der du „Opfer“ oder Leidtragende bist, und dich abhängig vom „Schuldigen“ machst, wirst du das Problem nicht lösen können. Denn hier erwartest du ja, dass der „Schuldige“ die Sache in Ordnung bringt, sich verändert, entschuldigt oder deine Erwartungen erfüllt.


Wahrscheinlich hast du die Erfahrung schon gemacht und weißt, dass das nicht passiert. Nicht aus Boshaftigkeit deines Gegenübers, sondern weil er seine eigene Wahrnehmung hat. Seine eigene Geschichte. Vielleicht kennt er deine Erwartungen auch nicht. Was wiederum bedeutet, dass es dein Thema ist und nur du es für dich lösen kannst.



Mit diesem Artikel möchte ich dich dazu ermutigen:

  • deinen Teil der Verantwortung in einem Konflikt zu erkennen.

  • deinen Schmerz für dich zu lösen.

  • deine selbst-blockierenden Geschichten loszulassen.

Ein Konflikt hat nämlich immer was mit dir selbst zu tun. Und deine dazugehörigen Gefühle und Bedürfnisse sind der Schlüssel zur Heilung.



Wie kannst du Konflikte lösen?

Es gibt unzählige Methoden im Coaching wie du Konflikte lösen kannst. Ich persönlich mag den Ansatz der wertschätzenden oder gewaltfreien Kommunikation, wenn es darum geht, im Gespräch mit jemandem einen Konflikt zu lösen.


Wenn ich aber an mir bzw. meinem Thema oder inneren Konflikten arbeiten will, mache ich das durch innere Arbeit. Erst einmal will ich herausfinden, was das Thema überhaupt ist. Weil zuerst ist ja nur Wut da. Und mit der Wut ein Gefühl der Ohnmacht. Hierzu nutze ich Techniken der Selbstreflexion, des Fühlens und Visualisieren sowie Energiearbeit (Aura Clearing).


Manchmal ist die Wut auf einen anderen Menschen aber so groß, dass ich es schwer habe, meinen Teil darin zu erkennen. Dann steh ich sozusagen auf dem Schlauch oder habe einen blinden Fleck.



Können Konflikte durch Meditation gelöst werden?

Vor ungefähr einem Jahr habe ich zu einem Konflikt eine Meditation ausprobiert. Das Erlebnis sowie das Resultat hat mich so beeindruckt, dass ich die Geschichte mit dir teilen möchte:


Ich hatte einen Konflikt mit einer Freundin. Etwas löste Wut in mir aus, ich fühlte mich gebremst. Ich wusste, dass ich das nur für mich lösen kann. Dass es nichts bringen wird, mit der besagten Person darüber zu reden. Denn es war ja mein Thema. Sie dafür verantwortlich zu machen oder ihr die Schuld zu geben, wäre zwar einfach gewesen, hätte mein Problem aber nicht dauerhaft gelöst.


Und weil ich nicht weiterkam oder wusste, wie ich das für mich lösen könnte, sprach ich mit einer medialen Beraterin darüber. Ihrer Meinung nach gab es in meinem körperlichen Erfahrungsgedächtnis alte Wunden, die jetzt zwischen mir und meiner Freundin. Die nicht aufgelöst und losgelassen wurden. Anstatt mir mehr davon zu erzählen, erklärte sie mir eine Meditationsübung, die ich zu Hause machen konnte.



Frage dein Höheres Selbst um Rat

So setzte ich mich neugierig am nächsten Morgen auf mein Meditationskissen und verband mich mit meiner inneren Weisheit (auch Höheres Selbst, innerer Heiler genannt). Ermutigt vom Vertrauen der Beraterin, dass ich das kann (ich hatte bis dahin nie versucht, Kontakt zu meinem Höheren Selbst aufzunehmen) und in der Überzeugung, dass wir alle das können. Wir sind spirituelle Wesen und können unser inneres Wissen jederzeit anzapfen. Wir haben es halt nur vergessen und können uns wieder darin üben.


Ich verband mich also mit meinem Höheren Selbst und lud das meiner Freundin ein. Ich verband mich mit ihr. Und ich fragte ihr und mein Höheres Selbst, mir unsere gemeinsamen Erfahrungen zu zeigen, die jetzt zu diesem Konflikt oder dieser Lähmung führten.



Vertraue deiner Intuition: Bilder, Eingebungen und körperliche Signale

Zuerst passierte nichts. Es kamen keine Bilder und auch keine Intuition. Und mein zweifelnder Verstand wusste nicht was tun. So spürte ich in meinen Körper hinein. Und dann kam ein körperlicher Schmerz auf. Zuerst in meiner Schulter, und dann auch in meiner Schläfe. Soweit so gut, dachte ich. Und jetzt? Ist das Zufall oder hat das was mit den Erfahrungen zu tun?


Also spürte ich in diesen körperlichen Schmerz hinein. Wenige Sekunden später überkam mich eine riesengroße Traurigkeit. Ich fing an zu weinen, und das Weinen wurde heftiger. Ich heulte Rotz und Wasser wie schon lange nicht mehr, als würde alle Traurigkeit und aller Schmerz dieser Welt aus mir rausfliessen. Ohne zu wissen, woher diese Traurigkeit kam und was sie zu bedeuten hatte.

Ich fühlte nur, dass da ein tiefsitzender Schmerz an die Oberfläche kam, den ich nun lösen konnte. Es war befreiend. Und auch irgendwie aufregend, in ein altes Leben einzutauchen und zu erahnen, was meine Seele so alles erlabt hatte.


Es dauerte fast eine halbe Stunde, bis es weniger wurde. Als das Weinen langsam nachließ, bedankte ich mich bei meiner Freundin und war nun bereit, diese alten Erfahrungen loszulassen.





Achtung: Opfer-Schuld-Falle

Während dem Weinen hatte sich doch noch ein Bild, eine Geschichte gezeigt. Die hatte mich ziemlich sprachlos und wütend gemacht. Ich fühlte mich als Opfer - in der Geschichte war ich das Opfer.


In den nächsten Tagen beschäftigte mich diese Geschichte ziemlich. Das Problem dabei ist, dass wir, wenn wir uns in einer Geschichte verlieren, uns zum Opfer machen. Und dann blockieren wir das Loslassen. Wir hängen dann wieder in der Opfer-Schuld-Falle und haben jetzt noch einen zusätzlichen Grund, wütend zu sein. Aber das war ja nicht, was ich wollte. Ich wollte, dass sich der Konflikt auflöst. Dass das, was sich schwer in mir anfühlte, wieder leicht wird.

So entschied ich mich dafür, die Geschichte gut sein zu lassen. Immerhin hatte sie ja noch nichtmal was mit diesem Leben zu tun. Es erschien mir schwachsinnig, mich emotional an einer Geschichte aufzuhängen und von ihr blockieren zu lassen, die nichts mit meinem jetzigen Leben zu tun hatte. Dies half mir nun auch den letzten Rest der Erfahrungen und der Wut loszulassen.



Gewinne Leichtigkeit, Vertrauen & Erkenntnisse

In den nächsten Tagen und Wochen merkte ich, dass ich meiner Freundin wieder vorurteilsfrei, liebevoll und verständnisvoll begegnen konnte. Ich kann sie so sein lassen, wie sie ist. Ihr Verhalten stört und triggert mich nicht mehr. Es macht mich nicht mehr wütend und ich fühle mich auch nicht mehr gebremst.

Ich weiß jetzt, dass ich mich selbst gebremst habe, oder mich bremsen lasse – je nachdem wie jemand im Außen reagiert. Aber das muss nicht sein. Ich kann das ändern. Ich habe neue Möglichkeiten daraus gewonnen, wie ich in Zukunft damit umgehen kann und will.


Und ich erkannte, dass auch meine Freundin einen Schmerz und eine Schuld in sich trug, die für sie sehr belastend war. Ich hoffe, dass sich auch ihr Schmerz durch meine Erfahrung gelöst hat.


Meine Erfahrung gab mir zudem das Vertrauen, meine eigenen Antworten zu finden - indem ich mich mit mir verbinde und meine Gefühle sowie körperlichen Empfindungen ernst nehme.


 

Wenn du ein belastendes Thema hast und dir wünschst, es aufzulösen und loszulassen, freue ich mich, dich dabei zu begleiten. Gerne können wir uns in einem kurzen persönlichen Gespräch näher kennenlernen und schauen, ob wir das Abenteuer gemeinsam angehen wollen.



Alles Liebe,

Deine Caro


P.S. Wenn du noch wenig Meditationserfahrung hast, probiere diese Meditation bitte nicht alleine aus. Die Gefühlsausbrüche können überwältigend sein und sollten nur mit einer erfahrenen Person durchgeführt werden. Auch um zu verhindern, in einer (neuen) Opfergeschichte gefangen zu sein.


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